Wer wir sind


Förderverein für Patientinnen und Patienten im Wachkoma und deren Angehörigen Fernwald e.V.
(Abk. Förderverein Patienten im Wachkoma)

Was ist Wachkoma ?

Wachkoma, medizinisch apallisches Syndrom, ist ein Krankheitsbild, bei dem es zu schweren, irreversibel erscheinenden, Schädigungen im Bereich des Großhirns kommt. Häufig hervorgerufen durch ein Schädel - Hirn - Trauma oder durch eine Unterversorgung des Gehirns mit Sauerstoff, sind je nach Dauer der Unterversorgung wesentliche Funktionen im Gehirn gestört. Andere Funktionen, etwa im Hirnstamm oder im Rückenmark wie Atmung, Verdauung, Kreislauf, also das vegetative Nervensystem, bleiben erhalten. Meist ist bei Betroffenen der Wach - Schlafrhythmus zwar vorhanden, aber im Ungleichgewicht. Eine Kommunikation ist nur ganz selten möglich. Um die Lebensfunktion zu sichern, sind im Rahmen der Frührehabilitation fast durchgängig ein Luftröhrenschnitt sowie künstliche Ernährung und Katheterisierung unumgänglich. Die Intensivmedizin innerhalb der sogenannten Phasen A und B macht es heute mehr denn je möglich, einerseits dazu beizutragen, dass die Patienten (nicht selten mit bleibenden Schädigungen bzw. Behinderungen) das Bewußtsein einschließlich ihrer Selbständigkeit wiedererlangen. Andererseits ( wie bei Edeltraud Hangg, die seit mehr als 16 Jahren im Wachkoma liegt) zeigen sich in etlichen Fällen keine oder kaum Fortschritte, sodass innerhalb der Phase F eine „dauerhafte aktivierende Behandlungspflege“ nötig wird. Während der vergangenen Jahre gab es eine Reihe wissenschaftlicher Untersuchungen, die bei Patienten im Wachkoma zweifelsfrei belegen, dass es neben dem Zeigen von Empfindungen und Emotionen mehr bewußte Wahrnehmungen gibt als dies „von außen“ erkennbar ist. Wer also kann sich anmaßen, solchen Menschen das Recht auf Leben abzusprechen ?!


Rolf Klingmann